innere unruhe.



"Ich habe deine Stimme gleich an der fröhlichen Art erkannt [...]" ; "She seems so carefree." ; "Du hast so ein leichtes, bezauberndes Lächeln, wie wenn du glücklich über jeden einzelnen Gast bist." ; "Always smiling, always funny." etc.

Sagt man mir sowas... Ich kann nur schmunzeln. Ich erkenne mich in den Worten selbst nicht. Ich sehe nicht mich darin, ich freue mich dadurch nur über die Tatsache dass ich so eine gute Schauspielerin und so professionell bin. Ich nehme allgemein keine Bewertungen von Menschen an die mich nicht wirklich kennen. Wieso sollte ich. Sie kennen mich ja nicht. Sie kennen nicht meine Geschichte, die vielen Abgründe die hinter meiner Fassade liegen, die vielen schmerzhaften Momente die ich erlebt habe. Schmerz ist relativ, persönlichen Schmerz kann und sollte man nur subjektiv und nicht objektiv reflektieren, denn sonst distanziert man sich von sich selbst. Deswegen will ich meinen eigenen Schmerz auch gar nicht als weniger schmerzhaft darstellen als ich ihn selbst empfunden habe. Natürlich geht und ging es anderen Leuten schlechter als mir, aber da ihr Schmerz nicht der meine ist kann ich ihn nicht subjektiv wahrnehmen. Er geht mir einfach nicht zu Herzen. Manchmal deute ich es selber falsch als Desinteresse meinerseits, was eigentlich nicht komplett den Tatsachen entspricht. 

Wieso schweife ich beim Schreiben nur immer so ab ? Vor einem Jahr ging es mir so viel schlechter als heute. Emotional. Selbstzweifel, Selbsthass, Minderwertigkeitskomplexe. Heute sind diese Gefühle weitgehend erblasst und ich fühle mich öfter gut als schlecht. Und das macht mir immer wieder Angst. Ich habe Angst durch irgendwelche Umstände wieder in diesen Abgrund zu stürzen, von dem ich mich immer weiter zu entfernen versuche. Manchmal sehe ich mich in sicherer Distanz, aber nichts garantiert mir dass nicht doch jemand kommt und mir einen so kräftigen Schlaf verpasst dass ich wieder in dieses Loch stürze. Wieso denke ich überhaupt darüber nach. Wieso schaue ich überhaupt immer wieder zurück. Ich sollte nicht, ich weiß. Aber es fällt mir so schwer. Mein Herz ist noch immer so hart und verbittert. Ich suche verzweifelt aber weiß nicht wonach. Etwas woran ich mich festhalten kann. Sicherheit. Zuflucht. Ohne Hilfe anzunehmen, mit dem ständigen Gedanken stark sein zu müssen. Aussichtslos. Voller Hoffnung.