about love.



Ich hab Lust auf Deutsch zu schreiben. Liebe. Ewiges Thema meines Lebens. Die Sehnsucht nach wahrer und der großen Liebe so verdammt groß, aber die Angst davor noch größer. Man hat Hoffnungen an die große Liebe. Und man hat Angst davor dass diese Hoffnungen nicht erfüllt werden. Ich habe schon oft gedacht dass ich jemanden geliebt habe. Und ich wollte so sehr dass es die große Liebe war. Wars aber nie. Man hat gute und schlechte Zeiten zusammen, wie es eben so ist, aber am Ende... Ist Liebe irgendwie doch nicht gleich Liebe. Vielleicht habe ich auch nur utopische Erwartungen von der Liebe. Aber Tumblr Einträge zeigen mir, ich bin nicht die Einzige, die die Hoffnung auf eine derartige Liebe hat. In meinen Gedanken lässt sie sich in Pastell Farben ausdrücken. Zarte Rosen, zarte Sonnenuntergänge, Licht und Leichtigkeit. Eine Liebe die sich und dich abhebt von allem anderen, das jemals da war. Eine Liebe die dir so sehr gut tut, dass du das Gefühl hast, dass jegliche Zerbrechlichkeit, die du jemals aufgewiesen hast, von ihr so fürsorglich und sorgfältig verpackt wird, dass du niemals wieder Angst vor Scherben haben musst. Oh ja. Eine Liebe die mich so sehr erfüllt, dass ich keine Angst mehr vor mir selbst haben muss. Die das Negative in mir aufsaugt und relativiert.

innere unruhe.



"Ich habe deine Stimme gleich an der fröhlichen Art erkannt [...]" ; "She seems so carefree." ; "Du hast so ein leichtes, bezauberndes Lächeln, wie wenn du glücklich über jeden einzelnen Gast bist." ; "Always smiling, always funny." etc.

Sagt man mir sowas... Ich kann nur schmunzeln. Ich erkenne mich in den Worten selbst nicht. Ich sehe nicht mich darin, ich freue mich dadurch nur über die Tatsache dass ich so eine gute Schauspielerin und so professionell bin. Ich nehme allgemein keine Bewertungen von Menschen an die mich nicht wirklich kennen. Wieso sollte ich. Sie kennen mich ja nicht. Sie kennen nicht meine Geschichte, die vielen Abgründe die hinter meiner Fassade liegen, die vielen schmerzhaften Momente die ich erlebt habe. Schmerz ist relativ, persönlichen Schmerz kann und sollte man nur subjektiv und nicht objektiv reflektieren, denn sonst distanziert man sich von sich selbst. Deswegen will ich meinen eigenen Schmerz auch gar nicht als weniger schmerzhaft darstellen als ich ihn selbst empfunden habe. Natürlich geht und ging es anderen Leuten schlechter als mir, aber da ihr Schmerz nicht der meine ist kann ich ihn nicht subjektiv wahrnehmen. Er geht mir einfach nicht zu Herzen. Manchmal deute ich es selber falsch als Desinteresse meinerseits, was eigentlich nicht komplett den Tatsachen entspricht. 

Wieso schweife ich beim Schreiben nur immer so ab ? Vor einem Jahr ging es mir so viel schlechter als heute. Emotional. Selbstzweifel, Selbsthass, Minderwertigkeitskomplexe. Heute sind diese Gefühle weitgehend erblasst und ich fühle mich öfter gut als schlecht. Und das macht mir immer wieder Angst. Ich habe Angst durch irgendwelche Umstände wieder in diesen Abgrund zu stürzen, von dem ich mich immer weiter zu entfernen versuche. Manchmal sehe ich mich in sicherer Distanz, aber nichts garantiert mir dass nicht doch jemand kommt und mir einen so kräftigen Schlaf verpasst dass ich wieder in dieses Loch stürze. Wieso denke ich überhaupt darüber nach. Wieso schaue ich überhaupt immer wieder zurück. Ich sollte nicht, ich weiß. Aber es fällt mir so schwer. Mein Herz ist noch immer so hart und verbittert. Ich suche verzweifelt aber weiß nicht wonach. Etwas woran ich mich festhalten kann. Sicherheit. Zuflucht. Ohne Hilfe anzunehmen, mit dem ständigen Gedanken stark sein zu müssen. Aussichtslos. Voller Hoffnung.