forever returning depressions.

Zurzeit treibe ich irgendwie ein wenig vor mich hin. Ich lebe mein Leben so wie ich es eben tun muss eher als wie ich es gerne tun möchte. Das viele Arbeiten raubt mir sämtliche Lebenslust und Motivation, nach der Arbeit ist die Anstrengung und Müdigkeit meist so groß, dass ich mich nur noch mit übertriebenen Mengen an Alkohol von der Realität absetzen und unbeschwert sein kann. Auch sonst bieten fehlende Inspiration und oftmals Trauer nicht sonderlich viel Freiraum für Spass. Dazu kommt Schlaflosigkeit oft gefolgt von Depressionen, Selbstzweifeln und manchmal Selbsthass. Ich merke langsam dass ich an meine Grenzen komme. Ich weiß gerade wirklich nicht wohin ich treibe. Ich habe ein paar Ziele hier und da, aber mir fehlt einfach das Selbstbewusstsein diese zu attackieren und ernsthaft anzugehen. Ich habe auch das Gefühl ich denke viel zu sehr über alles nach. Kopfschmerzen. Wirklich.

Manchmal würde ich wirklich gerne abhauen. Einfach weg und woanders neu anfangen. Aber woanders neu anfangen bringt nicht weniger Probleme mit sich mit, wenn nicht sogar noch mehr. Der Grund wieso ich jedoch nicht weg kann ist dass ich bald eine kleine Schwester erwarte. Mein Vater hat nun ein einjährige kleine Tochter die ich wahnsinnig lieb hab, aber sie wohnt bei meinem Dad und meine Stiefmutter passt auf das Kind auf. Nun erwartet meine Mutter aber auch ein Kind. Und dann sind es nur meine Mutter, ich und ein Baby. Niemand sonst der auf das Kind aufpassen kann. Ich schiebe es immer ab mit einem Schulterzucken, dass es schon nicht so schlimm wird, schließlich haben Menschen die wesentlich schlechter dran sind als wir es auch geschafft ihre Kinder großzuziehen. Aber dennoch ist es eine Last. Es ist eine so große Last für mich dass ich mich manchmal in den Schlaf weine, weil ich so große Angst davor habe. Ich bin auch so schon überfordert mit meinem Leben. Überfordert ! Wie viel anstrengender wird es dann noch mit einem Baby ? Ich zeige mich nach außen hin immer stark und gleichgültig, aber wenn die Nacht kommt und ich alleine bin plagen mich so viele Zweifel. Sie rauben mir den Schlaf und die Freude am Leben. Natürlich wird am Ende trotzdem alles gut werden. Aber trotzdem möchte ich manchmal einfach weglaufen. Einfach weg. Aber derzeit bin ich  leider nicht in der Lage dazu, nicht weil ich es mir nicht zutraue, sondern weil es unreif und kindisch wäre, und mein Pflichtbewusstsein meiner Mutter gegenüber ist zu groß als dass ich sie alleine lassen könnte. Ich empfinde leben zurzeit als so anstrengend. Ich könnte mir jetzt schon wieder Vodka und Bier reinhauen und mir ne Zigarette anstecken, muss aber noch Kindergeld und Bafög Anträge ausfüllen, weil ich morgen keine Zeit dazu haben werde da ich schon wieder arbeiten gehen muss.